{"id":359,"date":"2022-01-05T10:45:33","date_gmt":"2022-01-05T10:45:33","guid":{"rendered":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/?p=359"},"modified":"2023-02-22T18:13:47","modified_gmt":"2023-02-22T18:13:47","slug":"was-generation-z-ueber-hiv-weiss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/2022\/01\/05\/was-generation-z-ueber-hiv-weiss\/","title":{"rendered":"Was Generation Z \u00fcber HIV wei\u00df"},"content":{"rendered":"<p>Eine Umfrage in einem Grazer Gymnasium zeigte, dass sich die Jugend der Gefahr, die von HIV ausgeht, nicht bewusst ist. Im Gegensatz zum Corona Virus, \u00fcber welches nahezu jeder informiert ist. Trotz des Lockdowns 2020 infizierten sich weltweit rund 1,5 Millionen Menschen neu mit HIV.<\/p>\n<p>\u201eDie meisten glauben, mich trifft es eh nicht,\u201c so die Ansicht einer Biologielehrerin an einer Grazer AHS. An \u00f6sterreichischen Schulen herrschen immer noch gro\u00dfe Aufkl\u00e4rungsdefizite. Etwa kennen bislang nur wenige die \u00dcbertragungswege oder die M\u00f6glichkeiten, die es zur Senkung des Infektionsrisikos gibt. Das Hi-Virus ist in der Regel schwerer zu \u00fcbertragen als etwa das Corona Virus. \u00dcbertragen wird es, wenn Sperma, Scheidenfl\u00fcssigkeit, Menstruationsblut oder die Fl\u00fcssigkeit der Darmschleimhaut auf Schleimh\u00e4ute oder Wunden anderer Personen gelangt.<br \/>\nEs gibt leider noch keine Impfung zur Senkung des Infektionsrisikos, wie beim Coronavirus, aber es gibt Medikamente und Therapien, welche die Ausbreitung des HI-Virus im K\u00f6rper verhindern. Vorbeugen kann man eine HIV-Infektion beispielsweise durch das altbew\u00e4hrte Kondom oder die weniger bekannte Pr\u00e4expositionsprophylaxe, bei t\u00e4glicher Einnahme bietet sie rund 95% Schutz. Man kann PrEP auch gezielt 24 bis 3 Stunden vor dem Geschlechtsverkehr einnehmen. Eine andere M\u00f6glichkeit zum Schutz nach einem Risikokontakt, ist die sogenannte Postexpositionsprophylaxe. Man nimmt sie das erste Mal innerhalb von 72 Stunden nach der m\u00f6glichen Infektion ein und sollte 4 Wochen lang, t\u00e4glich eine Tablette nehmen.<br \/>\nWarum steigt die Ansteckungsrate trotz Lockdowns weiter? Diese Frage beantwortete uns eine Lehrerin folgenderma\u00dfen: \u201eDie meisten glauben, mich trifft es eh nicht.\u201c Ein folgenschwerer Irrglaube, denn jeder kann sich mit HIV infizieren. Als das HI-Virus publik wurde, dachte man, dass nur Homosexuelle sich mit dem Virus infizieren k\u00f6nnen. Bis Sommer 1982 bezeichnete man es sogar als schwulenbezogene Immunschw\u00e4che. Wie sp\u00e4ter klar wurde kann jeder, sich \u00fcberall mit diesem Virus infizieren. Bis heute bemerkt man die Auswirkungen jener Zeit, beispielsweise d\u00fcrfen Homosexuelle, welche in den letzten 12 Monaten gleichgeschlechtlichen Sex hatten, nicht Blut spenden.<br \/>\nSeit der Aidsepidemie (1980) starben 36,3 Millionen Menschen an den Folgen von HIV. Was viele trotz doppelter Wiederholung im Unterricht meist nicht wissen, Aids ist nicht gleich HIV. Aids ist die Folgeinfektion, die durch die unbehandelte HIV-Infektion ausgel\u00f6st wird. Die Wissenschaft entwickelt immer bessere Behandlungsmethoden, um zu verhindern, dass Aids ausbricht. Therapien wie etwa antiretrovirale Therapie sind inzwischen Standard. Bei der ART wird durch die Kombination verschiedener Wirkstoffe die Vermehrung der Viren verhindert. Die Tabletten werden mindestens ein halbes Jahr lang regelm\u00e4\u00dfig eingenommen, so ist die Person nicht mehr ansteckend.<br \/>\nAls Ziel f\u00fcr die Zukunft gilt, HIV heilen zu k\u00f6nnen. Wissenschaftler forschen an Impfstoffen gegen HIV. Es gibt vielversprechende Entw\u00fcrfe von der Uniklinik K\u00f6ln oder etwa von der Uni Oxford. Aids und HIV gelten oft noch als Tabuthemen, viele Aids-Kranke werden ausgeschlossen oder diskriminiert. Um darauf aufmerksam zu machen wurde der Welt-Aids-Tag am 1. Dezember ins Leben gerufen.<br \/>\nUnser Appell an junge Leute lautet: Geht sorgsam mit eurer Gesundheit um!<\/p>\n<p>Weitere Informationen \u00fcber das Thema findet ihr auf der Seite<br \/>\nwww.welt-aids-tag.de oder unter https:\/\/gesund.bund.de\/hiv-aids<br \/>\n<span style=\"color: var(--colorfont); font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, 'Segoe UI', Roboto, Oxygen-Sans, Ubuntu, Cantarell, 'Helvetica Neue', sans-serif; letter-spacing: 0.02em;\">Natalie Aigner<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":758,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/359"}],"collection":[{"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=359"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/359\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":505,"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/359\/revisions\/505"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/758"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=359"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=359"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=359"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}