{"id":537,"date":"2022-04-11T07:55:05","date_gmt":"2022-04-11T07:55:05","guid":{"rendered":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/?p=537"},"modified":"2022-04-11T08:23:56","modified_gmt":"2022-04-11T08:23:56","slug":"mobbing-in-der-schule-mischen-wir-uns-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/2022\/04\/11\/mobbing-in-der-schule-mischen-wir-uns-ein\/","title":{"rendered":"Mobbing in der Schule: Mischen wir uns ein!"},"content":{"rendered":"<p>Mobbing in der Schule: Mischen wir uns ein!<\/p>\n<p>Das Wort Mobbing ist unserer Gesellschaft nicht unbekannt, denn nicht selten klagen Menschen dar\u00fcber in der Arbeit bzw. in der Schule von anderen schlecht behandelt zu werden. Das erzeugt ein stilles Leiden. Unser Fokus liegt hier bei den Jugendlichen. Wie l\u00e4uft Mobbing an Schulen meist ab und welche Rolle nimmt die Gruppe der Dulder*innen und Wegschauer*innen ein? In diesem Bericht werden die wichtigsten Punkte zusammengefasst.<\/p>\n<p>Einen Blick auf den\/die T\u00e4ter*innen: Ein Grund Mitsch\u00fcler*innen zu mobben k\u00f6nnen Selbstwertprobleme sein. Meist kommt es zu einer Erniedrigung des Opfers, um selbst besser dazustehen. Manche haben auch einen Neidkomplex. Hier geht es um das Tragen von Markenkleidern oder um andere Statussymbole, auch Wohlstand oder gute Noten k\u00f6nnen eine Rolle spielen. Eine systematische Methode ist oft die Verwendung abwertender Ausdr\u00fccke, die gern die Kultur oder Religion der Betroffenen thematisieren und verunglimpfen. Sie erpressen ihre Opfer, indem sie eine Schwachstelle suchen und setzen dadurch diese physisch und psychisch unter Druck.<\/p>\n<p>Das systematische Ausgrenzen und nicht Beachten im Klassenraum geh\u00f6rt zu einer subtilen Methode des Mobbings- in der Arbeitswelt nennt man dies Straining.<\/p>\n<p>Der schwebende Konflikt wird wohl von der Klasse bemerkt, aber diese mischt sich nicht ein oder h\u00e4lt sich heraus, um nicht selbst zum Opfer zu werden. Die Gruppe der Dulder*innen oder auch Weg-Schauer*innen genannt- sind h\u00e4ufig der Klassenkamerad*innen.<\/p>\n<p>Diese Rolle scheint anfangs sehr harmlos, doch wenn sich die Mitsch\u00fcler*innen aktiv dazu entscheiden nicht einzugreifen, unterst\u00fctzen sie indirekt den Mobbenden. Durch den Mangel an Zivilcourage best\u00e4rken sie die T\u00e4ter*innen. Indem sie dieses Verhalten nicht kommentieren, sich nicht einmischen oder etwas zur Verteidigung des Opfers sagen, vermitteln sie den T\u00e4ter*innen das Gef\u00fchl von Macht. Das Opfer bleibt in seiner isolierten Rolle. Deswegen sollte die Klasse, wenn sie mitbekommt, dass jemand gemobbt wird, aktiv eingreifen, sich zu Wort melden und jedenfalls Hilfe beim Schulpersonal suchen.<\/p>\n<p>Der Gemobbte leidet enorm unter dem Druck der T\u00e4ter*in. Viele Betroffene f\u00fchlen sich hilflos und sind verzweifelt. \u00a0Eine Folge davon ist, dass das Opfer Angst versp\u00fcrt und nach einer Zeit sich suizidale Gedanken aufbauen k\u00f6nnten. Oft werden Aussagen get\u00e4tigt, wie \u201eIch f\u00fcrchtete mich vor dem Tag beim Aufstehen. Ich f\u00fcrchtete mich vor dem n\u00e4chsten Tag schon am sp\u00e4ten Abend. Ich w\u00fcnschte mir immer wieder, nicht mehr zu leben. Nicht mehr leben zu m\u00fcssen. W\u00fcnschte sehnlich, dass mein Leben nicht existierte: diese H\u00f6lle von \u00bbLeben\u00ab.\u201c<\/p>\n<p>Wir alle k\u00f6nnen etwas tun, damit Mobbing gestoppt wird. Unseren Blick auf Menschen richten, die Hilfe brauchen, w\u00e4re ein erster Schritt in die richtige Richtung. Durch Mobbing versp\u00fcrt das Opfer Angst und vers\u00e4umt aufgrund physischer und psychischer Schmerzen viel Positives im Leben und leidet still vor sich hin. Mobbingopfer brauchen unsere Unterst\u00fctzung, denn Mobbing ist ein seelisches Verbrechen auf Raten. Man bedenke auch, jeder von uns kann zum Mobbingopfer werden.<\/p>\n<p>Quelle: https:\/\/bildung-stmk.gv\/at<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":540,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/537"}],"collection":[{"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=537"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/537\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":546,"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/537\/revisions\/546"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/540"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=537"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=537"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=537"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}