{"id":790,"date":"2023-03-17T07:51:23","date_gmt":"2023-03-17T07:51:23","guid":{"rendered":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/?p=790"},"modified":"2023-04-12T08:49:35","modified_gmt":"2023-04-12T08:49:35","slug":"unbekanntes-im-bekannten-die-barbara-frischmuth-bibliothek","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/2023\/03\/17\/unbekanntes-im-bekannten-die-barbara-frischmuth-bibliothek\/","title":{"rendered":"Unbekanntes im Bekannten \u2013 die Barbara-Frischmuth-Bibliothek"},"content":{"rendered":"<p>Unsere Schule hat schon Politiker, Musiker und Formel-1-Rennfahrer hervorgebracht. Jochen Rindt ging ins Pestalozzi. Aber ebenso dr\u00fcckte eine ber\u00fchmte Schriftstellerin hier die Schulbank: Barbara Frischmuth. Dieser Name wird einigen von euch bestimmt bekannt vorkommen, denn er ist auf einer Namensplakette \u00fcber unserer Schulbibliothek abgebildet. Aufgefallen ist sie euch bestimmt, aber habt ihr euch schon jemals Gedanken dar\u00fcber gemacht, wer Barbara Frischmuth \u00fcberhaupt ist und warum unsere Bibliothek ihren Namen tr\u00e4gt?<\/p>\n<p>Barbara Frischmuth wurde am 5. Juli 1941 in Altaussee geboren. Sie lebte mit ihrer Mutter, Maria Frischmuth, zusammen, da ihr Vater, Anton Frischmuth, im Zweiten Weltkrieg gefallen war. Sie besuchte zun\u00e4chst das Gymnasium in Bad Aussee bevor sie schlie\u00dflich, aufgrund ihres Umzugs nach Graz, in das Pestalozzi-Gymnasium wechselte. Barbara Frischmuth absolvierte die Matura im Juli 1959 an unserer Schule! Daraufhin studierte sie T\u00fcrkisch, Englisch und Ungarisch am Dolmetsch-Institut der Karl-Franzens-Universit\u00e4t Graz und verbrachte ein Auslandssemester in der T\u00fcrkei und ein weiteres in Ungarn. 1964 begann sie das Studium der Turkologie, Iranistik und Islamkunde an der Universit\u00e4t in Wien, welches sie im Herbst 1966 abbrach. Danach begann sie hauptberuflich als Schriftstellerin und \u00dcbersetzerin zu arbeiten.<\/p>\n<p>Sie ver\u00f6ffentlichte ihre erste \u00dcbersetzung aus dem Ungarischen, \u201eDas KZ-Tagebuch der Siebenb\u00fcrger J\u00fcdin Ana Novac\u201c, 1967. Darauf folgte ihr erstes eigenes Werk: \u201eDie Klosterschule\u201c. Sie publizierte Romane, Dramen, H\u00f6rspiele und \u00dcbersetzungen, welche sie auch \u00fcber die \u00f6sterreichischen Landesgrenzen hinaus zu einer hoch angesehenen Schriftstellerin machten. Zu ihren ber\u00fchmtesten Werken z\u00e4hlen \u201eDer Sommer, in dem Anna verschwunden war\u201c, \u201eMeine Garten WG\u201c und \u201eDie Schrift des Freundes\u201c.<\/p>\n<p>Barbara Frischmuth verbrachte einige Zeit in \u00c4gypten, England, China und Japan, aber auch in den USA. Sie hielt Vorlesungen, war Jurorin des Klagenfurt Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs und geh\u00f6rte von 1997 bis 2002 zum Ausschuss der Deutschen Schillergesellschaft in Marbach.<\/p>\n<p>Aufgrund ihrer erfolgreichen Schriftstellerkarriere und ihrer unglaublichen Pers\u00f6nlichkeit hat sich das Pestalozzi-Gymnasium entschieden, ihr zu Ehren unsere Schulbibliothek in \u201eBarbara-Frischmuth-Bibliothek\u201c zu benennen.<\/p>\n<p>Johanna Schreiner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":798,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/790"}],"collection":[{"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=790"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/790\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":822,"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/790\/revisions\/822"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/798"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=790"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=790"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/journalismus.pestalozzi.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=790"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}