Kaum ist es Jänner und schon sieht man wie jedes Jahr auf allen Social Media-Plattformen Influencer:innen, die ihre Neujahresvorsätze präsentieren: „Neues Jahr, neues Ich!“. Alle posten ihre perfekten Routinen, Mindset-Ziele und nach dem fünften Video hat man schon das Gefühl, dass alle auf einmal ihr Leben im Griff haben, außer man selbst. Man versucht also, diesen Routinen zu folgen. Jedoch zeigt sich schon der erste Zweifel, wenn man es einmal nicht schafft, sein Vorhaben einzuhalten.
Die Wahrheit ist aber, dass diese perfekten Tagesabläufe von Influencern nur kleine Ausschnitte, und oft gar nicht so echt sind. Zweifel oder schlechte Tage passen nicht gut ins Bild und werden rausgeschnitten. Man vergleicht sich also nur mit einer Idealform des Menschen.
Sich Ziele zu setzen ist gut. Problematisch wird es, wenn fremde Vorsätze zum eigenen Stressproblem werden. Mentale Gesundheit ist nicht, so zu sein, wie es manche online vorgeben, sondern Dinge zu unternehmen, die einem selbst guttun. Egal ob am Jahresanfang oder mitten im Jahr. Vielleicht ist der beste Anfang für Neujahresvorsätze also nicht eine perfekte Morgenroutine, sondern sich weniger mit anderen Menschen zu vergleichen.
Anika Melcsok